Category Archives: Paleolibertarianism

NEW COLUMN: Wage Walls, Not Wars

Abortion, Addiction, Ilana Mercer, IMMIGRATION, Law, libertarianism, Paleoconservatism, Paleolibertarianism, Political Philosophy, The West, War, War on Drugs

NEW COLUMN IS “Wage Walls, Not Wars.” This “Big League Politics” Interview about paleolibertarianism is now on WND and the Unz Review.

Excerpt:

BIG LEAGUE POLITICS: Being a preeminent paleolibertarian thinker today, how would you define paleolibertarianism and how does it differ from standard paleoconservatism?

ILANA MERCER: First, let’s define libertarianism. libertarianism is concerned with the ethics of the use of force. Nothing more. This, and this alone, is the ambit of libertarian law.

All libertarians must respect the non-aggression axiom. It means that libertarians don’t initiate aggression against non-aggressors, not even if it’s “for their own good,” as neoconservatives like to cast America’s recreational wars of choice. If someone claims to be a libertarian and also supports the proxy bombing of Yemen, or supported the war in Iraq; he is not a libertarian, plain and simple.

As to paleolibertarianism, in particular, and this is my take, so some will disagree. It’s how I’ve applied certain principles week-in, week-out, for almost two decades. In my definition, a paleolibertarian grasps that ordered liberty has a civilizational dimension, stripped of which the just-mentioned libertarian non-aggression principle, by which all decent people should live, will crumble. It won’t endure.

Ironically, paleoconservatives have no issue grasping the cultural and civilizational dimensions of ordered liberty—namely that the libertarian non-aggression principle is peculiar to the West and won’t survive once western civilization is no more. Which is why, for paleoconservatives, immigration restrictionism is a no-brainer.

By the way, the statement is not meant to be culturally chauvinistic. There are indigenous tribal people (say, in Brazil) who’re peaceful and pastoral. I mourn their culture’s near-extinction, as well.  Where such extinction has been brought about by the West’s chauvinism—it must be condemned.

In any event, paleoconservatives would typically grasp that libertarian principles would not endure in certain cultures. Libertarians, on the other hand, have had a hard time linking civilizational issues with the libertarian axiom of non-aggression. What do I mean? Libertarians will chant, “Free markets, free minds, the free movement of people.” Let’s have ‘em all.

They don’t always explain how these principles are to endure once Western societies are overrun by individuals from cultures which don’t uphold these principles. (From the fact that our own societies are turning out liberty hating individuals—it doesn’t follow we should import more.)

On the other hand, paleoconservatives are far less focused on the state as an evil actor and often appear more concerned with culture wars: gay marriage, cannabis, pornography, abortion. The paleolibertarian rejects any attempts by the state to legislate around the issues of:

Abortion: Completely defund it is our position.

Gay marriage: Solemnize your marriage in private churches, please.

Drugs: Legalize them and stop the hemispheric Drug War.

Wage walls, not wars.

As a creedal paleolibertarian, I see the road to freedom, primarily, in beating back The State, so that individuals can regain freedom of association, dominion over property, the absolute right of self-defense; the right to hire, fire, and, generally, associate at will.

Foreign policy—specifically, no meddling in the affairs of other countries!—is the be all and end all of both paleoconservatism and paleolibertarianism. Don’t let any of the radio or TV personalities fool you.  If he or she liked, justified or rationalized Bush’s Middle-Eastern wars or Trump’s dabbling in Niger—he or she is no paleolibertarian. (Tucker Carlson is a fabulous paleoconservative.)

Both variants are for small government and big society. Again, more so than the paleoconservative, the paleolibertarian is radical in his anti-state position, sometimes even advocating a stateless society.

BIG LEAGUE POLITICS: In what ways does your political thought differ from CATO institute libertarianism? …

…  READ THE REST. NEW COLUMN IS “Wage Walls, Not Wars.” The interview is now on WND and the Unz Review. It was conducted by correspondent Seth Segal for Big League Politics. A version was published on Nov. 23, 2018.

 

JUNGE FREIHEIT: Interview About “Into The Cannibal’s Pot: Lessons for America from Post-Apartheid South Africa”

Africa, Ilana Mercer, Literature, Media, Paleolibertarianism, Race, Racism, South-Africa

Don’t ask me what it says; this JUNGE FREIHEIT interview is in German. I’ll have to find my translation of it. But it was about “Into the Cannibal’s Pot: Lessons for America from Post-Apartheid South Africa.”

© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co.  www.jungefreiheit.de  20/14 / 09. Mai 2014

„Im Topf der Kannibalen“
Südafrika hat gewählt, doch ändern wird das nichts. Die Regenbogennation, einst Modell für die multikulturelle Gesellschaft, ist gescheitert. Es sollte dem Westen eine Warnung sein, so die amerikanisch-südafrikanische Publizistin Ilana Mercer in ihrem Buch „Into the Cannibal‘s Pot“.
Moritz Schwarz

Frau Mercer, was ist aus der „Regenbogennation“ geworden, auf die die Welt nach dem Ende der Apartheid so gehofft hat?

Mercer: Erzbischof Tutu hat diesen Begriff für den in Südafrika florierenden Multikulturalismus geprägt. Besser sollte man aber wohl von einer „Rambonation“ sprechen: Das Recht ist immer auf der Seite der Mächtigen. Und in Wirklichkeit ist Südafrika nach wie vor überwiegend eine Zwei-Rassen-Gesellschaft.

Woran liegt das?

Mercer: Der Multikulturalismus westlichen Stils läuft auf staatlich verordnete, zentral durchgesetzte und verwaltete Integration hinaus. Zeigen Sie mir ein Beispiel erfolgreicher erzwungener Integration in der Weltgeschichte!

Nun, wir in Deutschland schauen da zum Beispiel in die USA, nach Großbritannien oder eben Südafrika …

Mercer: Ach was, im westlichen Kulturkreis funktioniert es vielmehr so, daß die historische Mehrheit von selbsternannten beziehungsweise gewählten Eliten gezwungen wird, ihre Geschichte, Helden, Bräuche, Kultur und Sprache aufzugeben und sich militanten Minderheiten anzudienen, die von ebendiesen Eliten in der Kunst der identitätspolitischen Kampfführung geschult worden sind.

Das klingt etwas ressentimentgeladen.

Mercer: Ich bitte Sie, was ist der Wahrung des Friedens zuträglicher als das Recht des Privatmannes, sich nach eigenem Gutdünken von anderen fernzuhalten (oder eben nicht) – also frei zu entscheiden, mit wem er sich einläßt? Diese Grundlage der Zivilgesellschaft wird derzeit zugunsten des militanten Multikulturalismus und erzwungenen Pluralismus geschleift. Neulich stieß ich auf den interessanten Fall, daß sich die Levante im 18. Jahrhundert zu einer friedlichen und wohlhabenden Region entwickelt hatte, auch weil sie als „Netzwerk selbstbestimmter Gemeinden“ strukturiert war. Es wurde keine Integration zwischen den einzelnen Bevölkerungen erzwungen. Und man stelle sich vor: Nicht nur entschieden sich die ethnischen Gemeinschaften aus freiem Willen für eine absolute Segregation, sondern diese Entscheidungsfreiheit ließ eine „bemerkenswerte Toleranz“ entstehen: „Geschäfte vor Idealen, Stadt vor Staat, Handel vor Politik“.

Zurück zu Südafrika, das nach dem Ende der Aprtheid zum Modell für eine multikulturelle Zukunft stilisiert wurde.

Mercer: Ich sage Ihnen, Südafrikas Schicksal wurde besiegelt von der „anglo-amerikanischen Achse des Bösen“, wie ich das in meinem Buch nenne. London und Washington tragen erhebliche Mitschuld an den Problemen, weil sie dafür sorgten, daß die Macht in Südafrika einer gierigen Mehrheit übergeben wurde. Und unbedachte südafrikanische Politiker fügten sich ihrem Willen.

Moment, daß die Mehrheit die Regierung stellt, kann man ja wohl kaum kritisieren.

Mercer: Warten Sie doch erst mal ab, was ich zu sagen habe. Der Gedanke eines dezentralen Föderalismus wurde damals ebenso verworfen wie ein Vetorecht für die Minderheiten der Afrikaander – also der in Südafrika geborenen, Afrikaans sprechenden Weißen –, der englischstämmigen Weißen und Zulus. Eine gewisse Ironie liegt darin, daß die Gründerväter der USA ursprünglich versucht hatten, dem ungezügelten Machtstreben der Mehrheit einen Riegel vorzuschieben, indem sie eine Republik gründeten. Trotzdem wurde unter den schützenden Flügeln des US-Adlers in Südafrika ein System ausgehandelt, das zur uneingeschränkten Herrschaft des Pöbels und der von ihm gesalbten dominanten Partei führte.

Harte Worte für eine ordentlich gewählte Regierung, wie sie das Land zweifelsfrei hat.

Mercer: Die Realität ist, daß das Südafrika unter dem ANC eine Kleptokratie ist. Die staatlich verordnete positive Diskriminierung, die sogenannte Black Economic Empowerment (BEE), gilt für sämtliche Unternehmen und hat zur Bereicherung der ANC-Dynastien auf Kosten der Bürger geführt. ANC-Funktionäre sichern sich mit erpresserischen Mitteln einen Anteil an den Umsätzen der Großkonzerne, die gezwungen sind, Schwarze an Bord zu holen, um staatliche Aufträge zu gewinnen. So läuft das!

Allerdings ist die Politik rassischer Privilegierung ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur multikulturellen Gesellschaft – nicht nur in Südafrika, auch in den USA.

Mercer: Ja, und hier wie dort hat sich die Quotenregelung zugunsten eines gesellschaftlichen Segments, dem nach wie vor wirtschaftlich brauchbare Qualifikationen fehlen, als destruktiv für staatliche Organe und Zivilgesellschaft erwiesen. Folge ist eine Aushöhlung der gesellschaftlichen Institutionen. Das südafrikanische Beispiel sollte den USA um so mehr als Warnung dienen. Dort wird die positive Diskriminierung der Affirmative Action ja immer noch nur als ein geringfügiges Ärgernis abgetan.

Kritiker könnten Ihnen vorwerfen, rassis-tisch zu sein.

Mercer: Unsinn, in meinem Buch geht es nicht um Rassen, sondern um Realitäten. Und natürlich war die Apartheid andererseits eine Art positive Diskriminierung zugunsten der Minderheit der Afrikaander. Der Unterschied besteht jedoch darin, daß BEE einer Bevölkerungsgruppe zugute kommt, die die Mehrheit im Lande stellt. Es ist ein Riesenunterschied, ob man eine Minderheit fördert, um die Minderheiten innerhalb der Bevölkerung proportional zu repräsentieren, oder ob man eine Mehrheit fördert, um die Mehrheit in der Bevölkerung proportional zu repräsentieren. Nicht zuletzt waren während der Apartheid die meisten Fachkräfte Buren oder Briten. So ungerecht die Apartheid war – vielleicht sogar gerade weil sie ungerecht war –, hat diese Bevorzugung einer vergleichsweise qualifizierten Minderheit nicht zur Zerstörung der staatlichen Organe und der Zivilgesellschaft geführt.

An dieser Stelle sollte man klarstellen, daß Ihr Vater zu den leidenschaftlichen Gegnern der Apartheid gehörte, diese aktiv bekämpfte und Ihre Familie schließlich deshalb sogar Südafrika verlassen hat.

Mercer: Die Apartheid war verwerflich, weil sie der schwarzen Mehrheit ihre Rechte verweigerte. Mit ihren polizeistaatlichen Methoden zerstörte sie die Rechte des einzelnen auf Gleichheit vor dem Gesetz, Unschuldsvermutung, Haftprüfung und weitere Freiheitsrechte. Daß das Apartheidsregime die natürliche Gerechtigkeit außer Kraft setzte, indem es Schwarzafrikanern die Rechte auf Eigentum und auf ordnungsgemäße Verfahren absprach, ist so unbestreitbar wie verabscheuungswürdig. Daß mein Vater sich der Apartheid widersetzte – übrigens lange bevor das in Mode kam –, war richtig und heroisch; daß er dem ANC Vertrauen schenkte, war ein Fehler.

Warum?

Mercer: Sehen Sie sich das Land doch an!

Ihr Buch heißt „Into The Cannibal’s Pot“. Was meinen Sie damit?

Mercer: Es ist eine Anspielung auf die Warnung der amerikanischen Philosophin Ayn Rand vor einer Unterwerfung der Zivilisation unter die Barbarei. Wörtlich schrieb sie: „Die Mehrheit der gläubigen Menschen in diesem Land“ – gemeint waren die USA – „ist nicht bereit, gutgläubig zu akzeptieren, daß sie in den Kochtopf der Kannibalen springen und ihr letztes Hemd an die rückständigen Völker der Welt verschenken sollen.“

Im Untertitel versprechen Sie eine Lektion darüber, was wir im Westen vom „Post-Apartheids-Südafrika“ lernen können“.

Mercer: Ja, denn das Beispiel zeigt, wie schnell eine hochentwickelte westliche Gesellschaft zerstört werden kann. In Südafrika folgte diese Dekonstruktion aus einer Umstrukturierung der Machtverhältnisse zwischen Mehrheit und Minderheit, die quasi über Nacht geschah. Im übrigen Westen läuft dieser Prozeß dagegen langsamer, eher schrittweise ab. Begonnen hat er mit der staatlich orchestrierten, historisch beispiellosen Masseneinwanderung. Der Schriftsteller John Derbyshire nennt Multikulturalismus eine Form des „öffentlichen Tribalismus“. Die USA etwa werden bald nur noch eine Masse rivalisierender Interessen sein, in der die politisch Schwachen dafür kämpfen, ihr rechtmäßiges Eigentum behalten zu können, während die politisch Mächtigen darum kämpfen, sich ebendieses Eigentum unter den Nagel zu reißen. Und in einer derart ethnisch und rassisch zersplitterten Gesellschaft wird die Demokratie zum riskanten Unterfangen.

Inwiefern?

Mercer: Amerika droht wie Südafrika zu einem von einer einzigen Partei dominierten Staat zu degenerieren. In den nächsten dreißig Jahren wird die Armut der hiesigen Bevölkerung und ihre Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen bei gleichzeitiger Verschlechterung ihres Bildungsstandes zunehmen. Diese Mehrheit wird von einer einzigen Partei vertreten werden, die als Instrument permanenter Unterdrückung dienen wird, genauso wie der ANC in Südafrika.

Berüchtigt ist Südafrika inzwischen vor allem für seine enorme Verbrechensrate: über 400.000 Morde und 600.000 Vergewaltigungen seit 1994, so die offiziellen Zahlen.

Mercer: Südafrika ist mittlerweile wirklich ein gesetzloses Land. Es hat eine der höchsten Mord- und eine der niedrigsten Aufklärungsquoten der Welt. Daß die neuesten Zahlen ein wenig besser aussehen, führt die Oppositionspartei Democratic Alliance (DA) darauf zurück, daß 51 Prozent der Opfer sich gar nicht erst die Mühe machen, die Polizei einzuschalten. Tatsächlich liegt die Quote der Verbrechen, die zu einer Verurteilung führen, bei erbärmlichen acht Prozent. Und die Chancen, einen Mord zu begehen, ohne dafür belangt zu werden, liegen in Südafrika bei sage und schreibe etwa neunzig Prozent! Diese Verbrechen werden übrigens in den allermeisten Fällen von einer Bevölkerungsgruppe verübt: Schwarze gegen Schwarze, Schwarze gegen Weiße, Schwarze gegen Braune usw.

Der Umschlag Ihres Buches zeigt eine nackte weiße Frau bedeckt von schwarzen Handabdrücken.

Mercer: Für die Umschlaggestaltung ist der Verlag verantwortlich. Ich sehe diese Frau nicht als Frau, sondern als Sinnbild einer brutalen Realität. Übrigens ist mein Buch zwei schwarzen Südafrikanerinnen gewidmet, die ich sehr liebe. Die Statistiken zeigen aber, daß im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil mehr Verbrechen gegen Weiße als gegen Schwarze verübt werden. Das südafrikanische Bauerntum wird auf ungeheuer brutale Weise systematisch ausgerottet. Die verstümmelten Leichen von über dreitausend Afrikaandern zeugen von diesem Rassenhaß.

Sie meinen 1.100!

Mercer: Diese rosige Zahl haben Sie bestimmt vom South African Institute of Race Relations (SAIRR). Die Zeitschrift The Economist berichtete bereits 2004 über 1.500 Weiße, die in ländlichen Gegenden Gewaltverbrechen „im Zusammenhang mit dem Streit um Grundbesitz“ zum Opfer gefallen waren. 2010 waren die Realitätsverweigerer vom SAIRR endlich zu dem Eingeständnis bereit, daß „nicht alle Morde im Land auf einfaches Banditentum zurückzuführen sind“. Dennoch gingen sie in ihren Schätzungen weiterhin von 1.000 Opfern aus, während die meisten Medien berichteten, es seien insgesamt über 3.000 Weiße umgebracht worden, nämlich „1.000 weiße Bauern und 2.000 Familienangehörige“. Vielleicht hat das SAIRR vergessen, die Familien mitzurechnen. Was wäre „rassistischer“, als ein bestimmtes Bevölkerungssegment zur Zielscheibe von Foltermorden zu machen? Im Westen sind die Menschen irgendwie mit dem Glauben sozialisiert, Verunglimpfung sei ein schlimmeres Verbrechen als Verstümmelung und Mord. Südafrika aber entwickelt sich immer mehr zu einem islamismusfreundlichen „failed state“, einem gescheiterten Staat in dem die weißen Bauern Zielscheibe einer ethnischen Säuberung sind.

Warum kursiert dann unter westlichen Politikern und Journalisten immer noch das Bild von der Regenbogennation?

Mercer: Angela Merkel zählt wohl zu jenen, die begriffen haben, daß der Multikulturalismus gescheitert ist, da sie dies bereits 2011 eingeräumt hat. Andererseits muß ich sagen, die Torheit der intellektuellen „Idiokratie“ in den USA, wie ich es nenne, läßt sich nur schwer vortäuschen. So lautet die Antwort auf Ihre Frage: Ja, in den USA glaubt de facto die monolithische mediale und politische Klasse tatsächlich an die Südafrika-Propaganda und an den Multikulturalismus im weiteren Sinne. Die europäischen Eliten haben sich schwerer damit getan als die amerikanischen, die nationalen Identitäten der europäischen Völker zu unterdrücken. Wie der Neokonservative Francis Fukuyama mißbilligend anmerkte, wurzelt Identität in Europa auch weiterhin „in Blut, Boden und einem von alters her gemeinsamen Gedächtnis“. Daher haben die Europäer früher begriffen, daß staatlich konstruierter Multikulturalismus zur Verelendung führt.

Welche Lehre ziehen Sie für uns Europäer aus dem Fall Südafrika?

Mercer: Alexander Solschenizyn hat die Nationen als „Reichtum der Menschheit“ bezeichnet, als Träger einer „göttlichen Intention“. Den Menschen in Europa geht es insofern wie den Amerikanern, als sich die herrschenden Eliten regelmäßig über den Volkswillen hinwegsetzen. Ihr Europäer werdet von einer entwurzelten „Aufseherklasse“ aus Bürokraten, Erziehern und Intellektuellen regiert, die nicht nur die Einkommenskurve umgestalten, sondern auch dafür sorgen, daß „Homophobe“, „Sexisten“, „Fremdenfeinde“ und „Rassisten“ bekämpft werden. Die Eurokraten haben den nationalen Selbstmord durch Multikulturalismus und Masseneinwanderung angeordnet. Und sie haben eine europäische Einheitsidentität konstruiert, um die nationale Identität zu zerstören. Dabei nützt doch die Hinzufügung einer weiteren Stufe von Tyrannen, die noch über den Nationalregierungen stehen, dem Bürger soviel, wie ein zweiter Henker zur Gesundheit eines zum Tode Verurteilten beiträgt.

Ilana Mercer, die kanadische Publizistin – die über ihr Alter schweigt – wurde in Südafrika als Tochter eines Rabbis geboren. Als Kind zog sie mit ihren Eltern nach Israel, um den Gängeleien des Apartheid-Regimes zu entkommen, kehrte in den achtziger Jahren aber nach Südafrika zurück. Heute lebt sie in den USA. Sie publizierte in etlichen großen kanadischen Tageszeitungen wie der Globe and Mail oder der Vancouver Sun, aber auch in US-Magazinen wie dem Frontpage Magazine oder The American Spectator. Neben ihrer paläolibertären Kolumne „Return to Reason“ verfaßt sie Beiträge für das Online-Magazin Economic Policy Journal und ist als Fellow am „Jerusalem Institute for Market Studies“ tätig. Jüngst erschien ihr Buch „Into the Cannibal’s Pot: Lessons For America From Post-Apartheid South Africa“. Und sie betreibt neben ihrer Netzseite auch noch den Blog: www.barelyablog.com

www.ilanamercer.com

Foto: Zerschlissene Flagge Südafrikas: „Eher sollte man von einer ’Rambo-’ als einer ’Regenbogennation’ sprechen“

weitere Interview-Partner der JF

© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co.  www.jungefreiheit.de  20/14 / 09. Mai 2014

 

INTERVIEW: ‘Writer Ilana Mercer Takes On The Cato Institute’s ‘Left-Libertarianism’

Culture, Ilana Mercer, libertarianism, Neoconservatism, Paleoconservatism, Paleolibertarianism, Political Philosophy, The West

INTERVIEW: Big League Politics interviewed me on my paleolibertarianism under the headline: “Writer Ilana Mercer Takes On The Cato Institute’s ‘Left-Libertarianism.’” I didn’t think I took CATO on, but was just pointing out sharp distinctions, in reply to correspondent Seth Segal’s sharp questions. But OK. <g>

BIG LEAGUE POLITICS: Being a preeminent paleolibertarian thinker today, how would you define paleolibertarianism and how does it differ from standard paleoconservatism?

ILANA MERCER: First, let’s define libertarianism. It’s concerned with the ethics of the use of force. Nothing more. This, and this alone, is the ambit of libertarian law.

All libertarians must respect the non-aggression axiom. Libertarians don’t initiate aggression against non-aggressors, not even if it’s “for their own good,” as neoconservatives like to cast America’s recreational wars of choice. If someone claims to be a libertarianism and also supports the proxy bombing of Yemen, or supported the war in Iraq; he is not a libertarian, plain and simple.

As to paleolibertarianism, in particular. And this is my take. It’s how I’ve applied certain principles week-in, week-out, for almost two decades. So, some will disagree. In my definition, a paleolibertarian grasps that ordered liberty has a civilizational dimension, stripped of which the just-mentioned libertarian non-aggression axiom, by which all decent people should live, will crumble. …

… Read the rest. “Writer Ilana Mercer Takes On The Cato Institute’s ‘Left-Libertarianism’” is on Big League Politics.

Business Is Already Mounting Pressure To Import Cheap Labor

Business, Donald Trump, Education, IMMIGRATION, Labor, Morality, Paleolibertarianism

On August 31st, President Trump signed an “executive order to boost retirement savings.” It’ll allow “small businesses to band together to offer 401(k)s.”

But what do you know? A businessman present lamented “a very tight labor market, which is tight because of the success of [the president’s’] economy. And we’re all grateful for that, but it is causing us a little bit of problems.”

There we go again.

Replied Trump obediently:

We have so many companies coming back to our country, which nobody thought was going to happen. And they want to be where the action is. And we’re going to — I can tell you, we’re going to start looking at, very seriously, merit-based immigration. We have to do it, because we need people. We need people to run these great companies that are coming in.

Big or small, American business is focused above all on elephantine-like expansion and greed.

It is not enough to do well and train American talent, so that fellow Americans can become part of the success story: this is never an option. If business is able to petition The State to import the world at a price subsidized by the American taxpayer—why not?

Again: It’s not enough to be doing smashingly well with the labor available. Or, with a view to training American talent. Or, with a view to paying more for American labor. Oh no.  Greedy American Business is forever poised to pull one over the American worker.

The New York Times has featured the “heartbreaking” story of “Rob Hurst, manager of Edgartown Commons on Martha’s Vineyard, has had to scrub bathrooms this summer because five Jamaican workers who had long worked at the hotel couldn’t get visas.”

It concluded:

In practice, businesses say the increased red tape has made it harder to secure employment-based visas. That has added to the difficulty of finding qualified workers with the unemployment rate falling to 3.9 percent.
A recent analysis of government data by the National Foundation for American Policy, a nonpartisan research group, found that the denial rate for H-1B visa petitions for skilled foreign workers had increased 41 percent in the last three months of the 2017 fiscal year, compared with the third quarter. Government requests for additional information for applications doubled in the fourth quarter, a few months after Mr. Trump issued his order.

See: “Companies Say Trump Is Hurting Business by Limiting Legal Immigration.”

Isn’t this about growth per capita, too—and perhaps community? And not just about GDP growth.